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Im folgenden zitiere ich aus „Implications of the Turing completeness of reaction-diffusion models, informed by GPGPU simulations on an XBox 360: Cardiac arrhythmias, re-entry and the Halting problem“ von Simon Scarle in Computational Biology and Chemistry 33 (4), 2009, pp 253–260. … *hust*

In „wissenschaftlich“:

[a]n excitable medium is a non-linear system which has the capacity to propagate a wave of some description, and which cannot support the passage of another wave until a certain amount of time has passed (the refractory period). Cardiac tissue can be modelled as an electrically excitable medium which supports travelling waves of electrical activation […]

Genereller gesagt sprechen wir hier von …

[…] reaction-diffusion (RD) systems […]

… und wurde gezeigt, dass solcherart Systeme „rechnen“ kønnen (im Sinne eines Computers).

Die Daten

[…] are encoded as concentration profiles of reagents, with the computation being preformed via the spread and interaction of wave-fronts […]

… und …

[…] logic gate circuits have been implemented via RD systems in laboratory experiments […].

Bei Herzzellen ist es so, dass man „geschaedigte“ Herzzellen braucht um einen Computer zu „bauen“. Wenn alles OK ist, passiert alles im Gleichtakt, aber diesen Takt muss man durcheinander bringen um die Logikelemente implementieren zu kønnen:

[i]n general most abnormal behaviour of cardiac tissue is brought about by damage of, or disease in, cardiac cells. This reduces their excitability and/or their connectivity to their neighbours and hence their diffusion coefficient.

Leider simulierte Scarle das alles nur, aber er konnte prinzipiell zeigen, dass (geschaedigte) Herzzellen benutzt werden kønnen um Logikelemente zu bauen … fetzt voll wa!

Zum Abschluss sei gesgagt, dass die Natur selber schwer daran arbeitet, baldmøglichst (im evolutionaeren Sinne) DOOM zu zocken:

[…] work on slime moulds navigating labyrinths […] has suggested that methods akin to […] [reaction-diffusion systems computation] are used in nature.

Ich kann mich nur wiederholen: fetzt voll wa!

Wenn eine Firma einem Produkt einen Namen gibt, so møchte diese, dass der von møglichst vielen Leuten benutzt wird, denn das ist kostenlose Werbung.
Das kann aber auch zu weit fuehren, wenn der Name so sehr benutzt wird, dass dieser in den Alltagsgebrauch fuer die generelle Taetigkeit (oder das generelle Ding) uebergeht und nicht mehr nur fuer das Produkt besagter Firma steht.

Diesbezueglich am bekanntesten ist heutzutage sicher das Wort „googeln“. Aber auch „Kleenex“, „Post-it“, „Q-Tip“ oder „Rollerblade(s)“ sind Markennamen, die fuer alle Produkte dieser Reihe gebraucht werden obwohl sie eigtl. nur fuer sehr spezifische Produkte gelten. Interessanterweise gilt das auch fuer „Ping Pong“, „Lavalampe“ oder „Zeppelin“ … wobei man sich das bei Letzterm denken kønnte … wenn das Wort nicht so sehr mit dem allgemeinen Objekt verknuepft waere, weswegen man ueberhaupt nicht drauf kommt, da mal drueber nachzudenken … womit sich der Kreis der Argumentation schlieszt.

Wieauchimmer, ich fand einige Eintrage in der „List of generic and genericized trademarks“ ueberraschend und wollte das mal euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, mitteilen. Die niederlaendische Version hat noch ein paar mehr.

Nach allem was ich beim letzten Mal bzgl. nicht effizienten Arbeitsplaetzen schrieb muss ich sagen, dass trotz dieser empfundenen Ineffizienz Sachen getan werden.

Klar, auf der Baustelle stehen 7 Leute und glotzen ins Loch waehrend nur einer arbeitet … in anderen Laendern ist das nicht anders. Aber Løcher bleiben nicht Monate lang offen sondern sind schnell auch wieder zu gemacht.
An der (beim letzten Mal erwaehnten) geøffneten Rolltreppe (und auch an der Ampel) wurde tatsaechlich gearbeitet und nicht nur ein „Bis auf weiteres auszer Betrieb“-Schild aufgestellt. Das geht natuerlich, weil es noch mehr Arbeiter gibt, die sich um die anderen (kaputten) Rolltreppen kuemmern. Eine „Nebenwirkung“ dieser Umstaende ist natuerlich, dass „verstimmte“ Dinge schnell wieder funktionieren.

Und wenn es immer zwei Leute gibt die an einer Sache arbeiten, dann bedeutet das natuerlich auch, dass immer zwei Leute Bescheid wissen. Wenn dann einer krank wird, dann kann die andere Person trotzdem weiterarbeiten und die Sache wird erledigt.

Baustellenausfahrt- oder Fahrradgaragenaufpasser sind oft aeltere Leute … also wirklich alt, nicht nur „ueber 50“. Da Arbeit (als Konzept auf verschiedenen Ebenen) sehr wichtig ist fuer Menschen und die Gesellschaften in denen diese zusammen leben, fuehrt ein groszer Bedarf an solchen Arbeitsplaetzen zu einer besseren Integration von Personen die „klassischer Arbeit“ nicht (mehr) nachgehen (kønnen). Das geht natuerlich WEIT (!) ueber das Geld was man dadurch verdient hinaus und gilt auch fuer Menschen mit geringer Bildung oder Leute die aufgrund ganz anderer Ursachen schwer in „klassische Berufe“ passen.
Das soll natuerlich NICHT ausdruecken, dass das u.U. nicht dennoch extrem langweilig ist, den ganzen Tag an der Baustellenausfahrt rumzustehen … ich sehe hier nur eine Art selbstorganisierte-Løsung fuer ein massives Problem in meiner eigenen Gesellschaft.

Ein ganz anderer Aspekt ist natuerlich der extrem gute Kundenservice. Wenn bspw. an jedem Ausgang der U-Bahn mindestens eine Person steht, dann wird einem auch sofort (!) geholfen falls die Maschine das Ticket frisst, wenn man sich unsicher ist was man machen muss oder wenn man einen Fehler gemacht hat. Ersteres ist mir tatsaechlich passiert und in den mir viel besser bekannten Laendern (weil ich da wohn(t)e) haette ich vllt. høchstens den „Service“ anrufen kønnen (etwas ueberspitzt gesagt) denn mal physische (und auch besetzte!) Serviceschalter gibt es nur noch an den Verkehrsknotenpunkten. Und die Leute dort kønnen einem oft genug auch nicht weiterhelfen (nicht mal dann, wenn mein Problem waehrend der Øffnungszeiten auftritt). Oder besagte Servicemitarbeiter sind mit den Problemen anderer Leute so sehr beschaeftigt, dass man ewig warten muss, eben weil Servicestellen aus Effizienzgruenden notorisch unterbesetzt sind … egal welcher gesellschaftliche Service, denn das gilt nicht nur fuer den øffentlichen Nahverkehr, sondern auch fuer die Telefongesellschaften, Krankschwestern (und -brueder), Kindergaertnerinnen und Kindergaertner etc. pp.
Das heiszt nicht, dass es KEINE Warteschlangen gibt. Ich habe am Bahnhof in Tokyo (und Kyoto) warten muessen (und auch in einem (vielleicht sogar zwei) Hotels). Aber das fuehlte sich ganz anders an als hier im „Westen“.

Das soll fuer heute reichen beim naechsten Mal ordne ich das in einen grøszeren Zusammenhang ein.

Vor laengerer Zeit liesz ich mich an zwei Stellen zur Chancengleichheit aus. Die Illustrationen im ersten Beitrag simplifizieren das Problem natuerlich massiv. Menschen sind nunmal sehr unterschiedlich; egal wie gern ich Poesie verstehen møchte, so geht diese leider doch komplett an mir vorueber. Andere Menschen kønnen das bzgl. der Mathematik oder Sprachen oder Computern etc. pp. sagen. Diese differenzierte Betrachtung aendert aber natuerlich rein gar nichts an dem dahinterstehenden fundamentalen Problem, was letztlich die (allgemeine) Ausgrenzung (von was auch immer) vieler Menschen zur Folge hat um den status quo der Eliten (und derer die sich dafuer halten) zu erhalten. Aber darum soll es heute nicht gehen, denn darueber habe ich mich in den verlinkten Artikeln bereits ausgelassen.

Ich bringe das nur nochmal weil ich neulich ueber diesen Cartoon …

Laut Lily-Maybe auf reddit von Barry Linton, zuerst verøffentlicht im New Zealand Herald, November 2000. Die obige Kopie ist von hier (dort falsch attribuiert).

… gestolpert bin. Den wollte ich nur kurz zeigen, weil dadurch obiges Problem so schøn illustriert wird.

Im Versuch heraus zu finden, wer der Autor des Cartoons ist (siehe Bildunterschrift), stolperte ich darueber, dass das Original dtsch. ist:

Hans Traxler, Chancengleichheit, in: Michael Klant , [Hrsg.] , Schul-Spott: Karikaturen aus 2500 Jahren Pädagogik, Fackelträger, Hannover 1983, S. 25. Die obige Kopie ist von hier.

Leider fand ich es nur in schlechter Qualitaet aber die Unterschiede der beiden Bilder sind erkennbar und interessant.

Ebenso interessant (und auch empørend) ist, dass die englische Adaption von Barry Linton, (wenn ueberhaupt) Hans Traxler zugeordnet wird. Nun kønnte man meinen, dass das eine Art Fortschritt ist, denn allermeistens wird das Bild nur geklaut und es findet ueberhaupt keine Attribuierung statt … *seufz*.
Ich finde, dass dem nicht so ist, denn gefaelschte Bilder werden schlieszlich auch nicht den eigentlichen Malern zugeordnet. Bzw. umgekehrt sind beide Cartoons berechtigt als eigenstaendig anzusehen (siehe die interessanten Unterschiede) und da gilt dann das Prinzip Ehre-wem-Ehre-gebuehrt … meiner Meinung nach.

Aber das tut eigtl. alles nix zur Sache. Ich wollte nur ganz kurz den Cartoon zeigen, zum dazugehørigen Thema aber nix weiter zu schreiben. Auszerdem fand ich das worueber ich stolperte aufschreibenswuerdig, und wollte euch, meine lieben Leserinnen und Leser, daran teilhaben zu lassen.

Wenn man sich Japan vorstellt, dann haben viele Menschen ein „hypermodernes und hocheffizientes Gesamtsystem“  vor dem inneren Auge. Und waehrend Letzteres durchaus stimmt, so denke ich, dass Ersteres laengst nicht daraus folgt. In diesem Beitrag møchte ich diesbezueglich vor allem ein paar Beispiele aus dem Arbeitssektor geben.

Ich sage gleich als Erstes, dass es (in meiner (!) Interpretation des Gesehenen) ungeheuer viele Bullshit Jobs gibt von der Art wie in der ehemaligen Sowjetunion. Das bedeutet NICHT (!), dass es tatsaechlich fuer die Arbeiter Bullshit Jobs sind, oder, dass diese nicht fuer die die Gesellschaft wichtig waeren. Ganz im Gegenteil, aber dazu komme ich beim naechsten Mal.

In Resturants oder Einkaufslaeden arbeiten (oft stehen) urst viele Leute wo es bei uns nur einen gaebe, der die Arbeit macht.
An jeder (!) Ausfahrt einer Baustelle steht den ganzen Tag eine Person die nur ein und ausfahrende Autos anhaelt, falls Fuszgaenger vorbei kommen (und umgekehrt).
Jeder U-Bahnausgang hat mindestens 2 Personen die dort im Kabuff sitzen.
Ich habe in einer unterirdischen Fahrradgarage auch so ein Kabuff gesehen und dort sasz auch den ganzen Tag wer drin, der auf die Fahrraeder geschaut hat.
Die Menschen schmeiszen dort nix auf den Boden; dennoch habe ich an einem Bahnhof einen Mann mit Besen gesehen, der selbst die letzten paar Kruemel noch aufgefegt hat.
Wenn irgendwas repariert werden musste (bspw. eine Ampel oder eine Rolltreppe), denn haben sich das mindestens immer 2 Leute angeschaut.

Das alles sind Sachen, die bei uns seit langem „hocheffizient“ von so wenig wie møglich Leuten gemacht werden. ACHTUNG: diese Aussage ist unzulaenglich vereinfacht und das Wort „hocheffizient“ ist nicht umsonst in Anfuehrungszeichen. Aber ich denke dass ihr, meine lieben Leserinnen und Leser euch denken kønnt, worauf ich hinaus will.
Und ja klar, viele Leute in Menschen sind unter Stress und arbeiten urst viel, aber ich habe den Eindruck, dass das im Schnitt kompensiert wird von den vielen Leuten die in anderen Sektoren in ineffizienten und redundanten Jobs arbeiten.
Im Internet habe ich auszerdem von Auswanderern gelesen, dass die Leute zwar viele Stunden im Buero sind, dort aber auch viele persønliche Pausen machen (a.k.a. rumsitzen und im Internet browsen). Das kann ich nicht aus eigener Hand berichten, halte das aber fuer plausibel, nach allem was ich gesehen habe.

Mehr sage ich dazu heute nicht und beim naechsten Mal werfe ich einen zweiten Blicj auf die beschriebenen Begebenheiten.

War ja klar, dass da noch was kommt. Ich bin ja nie fertig mit einer Miniserie nach dem letzten Eintrag.

Aber ich stolperte neulich ueber den Artikel „Alcohol use and burden for 195 countries and territories, 1990–2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016“ in The Lancet 392 (10152), 2018, pp. 1015–1035 zu dem mehr als 500 Personen beigetragen haben. Letztere befinden sich „hinter“ dem Kuerzel „GBD 2016 Alcohol Collaborators“.

Der ist an sich sehr interessant, packt den Finger aber eigentlich „nur“ auf Dinge die schon laenger bekannt sind.
Aber das ist bitte nicht falsch zu verstehen, denn das ist super wichtig weil besagte Dinge oft ueber viele Artikel verstreut und allein fuer sich mitunter nicht all zu aussagekraeftig sind. In der im Titel zuerst genannten Miniserie ging ich ein bisschen darauf ein.
Diesbezueglich ist auch der bereits mehrfach (wenn auch indirekt) erwaehnte „Smoking and Health: Report of the Advisory Committee to the Surgeon General of the United States“ nochmals zu nennen. Wie schlecht Rauchen ist war schon vor 1964 hinreichend bekannt. Dieses Wissen unterlag aber obigen Limitierungen und kam damit nicht gegen die Propaganda der Tabakindustrie an. Besagter Report war der Anfang vom Ende des ueberall-Rauchens-und-das-toll-finden.

Wieauchimmer, relevant bzgl. der beiden im Titel genannten Miniserien sind eigentlich nur zwei der acht Diagramme in Abbildung 4 … naemlich die Krebs-relatierten.
Die einzelnen Datenpunkte zappeln natuerlich. In den angepassten Daten (vulgo: man hat mathematische Werkzeuge auf die Daten geworfen) sieht man aber deutlich, dass selbst der (regelmaeszige) Genuss geringer Mengen Alkohol mit einem erhøhten Risiko fuer (die dort aufgetragenen Arten von) Krebs hat.

Wenn man auf die selbe Abbildung aber andere Diagramme schaut, kønnte man auf die Idee kommen, sich mit sowas wie „aber ein bisschen Alkohol verringert die Chancen bzgl. koronarer Herzkrankheit“ oder so rauszureden. Aber das hatte ich ja zum Glueck bereits an anderer Stelle diskutiert.

Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Ich erwaehnte bereits frueher, dass diese zwei Sachen zusammengehøren. Ich fand’s aber prima, dass das wer in einer exzellent praesentierten und wissenschaftlich relevanten Form diskutiert hat und wollte darauf hinweisen.

Das kommt nicht ganz ueberraschend, denn die Notation in der Musik ist sehr komplex (fuer jemanden wie mich der davon keine Ahnung hat) und beinhaltet schon von sich aus Schleifen.

Und mit Choon (das ist so obskur, es gibt nicht mal ’ne Wikipediaseite dazu) gibt es auch eine Programmiersprache die besagte Notation benutzt um damit Programme zu schreiben.
Es gibt zwar keinen Speicher, aber der Output sind Noten und jede schon gespielte Note kann wiederholt werden. Die „Wetware“ vor der Tastatur muss sich dann halt merken was schon gespielt wurde.

Da stellt sich dann natuerlich die Frage ob eine Programmiererin dann legitim als Komponistin bezeichnet werden darf … *gruebel*.

In Japan gab es bis auf eine Ausnahme (in der beim letzten Mal erwaehnten (alten) Zugtoiletten) auf allen Sitzklos in die Toilettenbrille integrierte Bidets. Und ich muss sagen, dass ich das eigtl. voll gut finde und ernsthaft ueberlege mir auch eins anzuschaffen.

Sitztoiletten sind dort uebrigens voll die Raumschiffe. Wenn man sich hinsetzt, kann man gar nicht anders, als erfreut festzustellen, dass der Toilettensitz beheizt ist … o.O … was fuer ein Luxus!
Dann bemerkt man die Steuerung des Raumschiffs …

… entweder integriert in den Thron oder als Fernbedienung an der Wand daneben angebracht. Knøpfe zur Justierung der Position und Staerke des Wasserstrahls haben alle. Das Bild zeigt aber etwas Besonderes, naemlich den „Privacy“-Knopf, den ich nur ein Mal gesehen habe (im Tokyo Photographic Art Museum um genau zu sein). Wenn man den drueckt, dann kommen aus versteckten Lautsprechern Geraeusche von flieszendem Wasser … tihihi.

Aber das ueberraschendste Toilettenerlebnis war bei einem Burgerplatz (in der Naehe vom Museum of Contemporary Art, welches leider geschlossen war und nicht zu verwechseln ist mit dem National Museum of Modern Art das zum Glueck offen war). Der Burger dort war vøllig OK, aber ich hatte besseres Essen woanders. Hingegen als ich zur Toilette rein kam, machte der Kundenservice selbst fuer japanische Verhaeltnisse einen riesigen Sprung … *trommelwirbel* … der Toilettendeckel øffnete sich von alleine!
Das hat sogar mich ueberrascht (und ist mir leider nicht nochmal untergekommen).

Der Titel spielt auf den beruehmten Roman von Jules Verne an, denn neulich war ich in Japan und bei der Reise war sowohl der Hin- als auch der Rueckflug ostwaerts. Was natuerlich bedeutet, dass ich nun die Welt einmal komplett umrundet habe … cool wa.

In dieser Miniserie werde ich auf ein paar Kuriositaeten eingehen, ueber die ich in diesem fernen Land gestolpert bin und als allererstes nehme ich dafuer die Toilettensituation her.

Zunaechst muss ich sagen, dass es dort SEHR viele øffentliche Toiletten gibt und die sind so sauber, dass ich (von einer Ausnahme abgesehen) auf allen die ich betreten (und benutzt) habe auch ein grøszeres Geschaeft verrichtet haette (wenn es denn nøtig gewesen waere). Bzgl. Letzterem gebe ich zu, dass ich bei ein paar (z.B. in øffentlichen Parks), dennoch „Papierburgen“ auf dem Brillenrand gebaut haette.
Das sind die zwei wichtigsten Unterschied zu allen (!) anderen Laendern die ich bisher gesehen habe: dass es ausreichend øffentliche Toiletten gibt und dass man davon ausgehen kann, dass man sich nicht ekelt wenn man die benutzen muss.
Die eine Ausnahme war in diesem Zug, …

… zurueck von Ibusuki nach Kagoshima, der so alt war, dass die Toilette nur ein Loch im Boden mit Keramikschuessel drueber war (eine Situation die ich das letzte Mal vor bald 20 Jahren erlebte, als ich die Brockenbahn benutzte). Und selbst diese Toilette war sauber genug.

Im Gegensatz dazu (oder vielleicht auch im Zusammenhang damit) steht das Verhalten der Japaner (ich habe aus naheliegenden Gruenden das Verhalten von Japanerinnen diesbezueglich nicht beobachten kønnen) sich im Median NICHT die Haende zu waschen nach dem Toilettengang … oder maximal die Haende vernachlaessigbar kurz unter flieszendes Wasser zu halten.
Das muss eine kulturelle Sache sein, denn oft genug gibt es nicht mal Seife bzw. sind bei Touristenattraktionen Fluessigseifebehaelter hingestellt wie man die im Supermark kaufen kann, was eher improvisiert wirkt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass fehlende Seife eine Rueckkopplung auf’s Haende waschen hat.
Mglw. hat die fehlende Seife einen konkreten Hintergrund der mir nicht bekannt. Als Beispiel sei hier das Abhandensein von Muelleimern im øffentlichen Raum genannt. Muelleimer wurden naemlich 1995 bei den Terrorattacken auf die U-Bahn in Tokyo benutzt um dort die Giftgasbehaelter zu verstecken. Oder es ist doch die kulturelle Sache, denn wann immer man irgendwo was zu Essen bekommt, gibt es vorher fuechte Tuecher zum Haende waschen dazu. Das Ganze ist also kein Raetsel sondern halt nur anders als da wo ich herkomme.

Bzw. das letzte _Bild_ von meinem Gehirn ist eine zweite Seitenansicht …

… denn das Ding ist ja dreidimensional :) .

Diesmal nur bei 7 T, denn leider habe ich davon kein Vergleichsbild bei einer kleineren magnetischen Flussdichte.

Als ich in der Maschine lag wunderte ich mich, warum die ein drittes Mal losratterte, aber das Scannen in der dritten Dimension erklaert das natuerlich.