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Nach den ganzen Monaten, Wochen und Tagen, zeigte sich bei der Auswertung der Stunden die Macht der Metadaten.

Aber zunaechst die Uebersicht ueber die Startzeiten der geschauten Filme:

15_Uhrzeiten_Gesamt

Wie man sieht, sah ich Filme frueh am Morgen (mich duenkt, dass es sich dabei nur um Kosmoramefilme handelte) und spaet in der Nacht. Dazwischen scheine ich drei Zeiten zu bevorzugen; um 20:00 Uhr, um 17:30 Uhr und 15:00 Uhr (und etwas spaeter).

Dies schien mir erstmal plausibel. Bis ich mir mal die Daten ueber die Jahre im Einzelnen angeschaut habe. Der Uebersichtlichkeit halber seien im naechsten Bild nur die Jahre 2007 (blau) und 2012 (rot) gezeigt:

16_Uhrzeiten_Beispiele

2007 entspricht dem, was man nach dem ersten Bild erwarten wuerde. „Hauptpeak“ um 20:00 Uhr, zweiter Peak um 17:30 Uhr. Kein dritter Peak in diesem Fall.

Bei 2012 hingegen gibt es eine Verschiebung der Peaks zu frueheren Zeiten.

Das fand ich doch aeuszerst spannend. Ich erinnerte mich naemlich, dass ich mein Kinogehverhalten in den letzten Monaten meiner Ehe (vor der Kernschmelze) doch dahin aenderte, dass ich eher waehlte frueher ins Kino zu gehen um entsprechend frueher zu Hause zu sein. Dies aufgrund meiner eigenen psychischen Unzulaenglichkeiten (a.k.a. Aengste; dazu aber nicht mehr an dieser Stelle).

So fragte ich mich, ob sich in diesen Metadaten der Zustand meiner Ehe widerspiegelte. Also untersuchte ich die Uhrzeit des 1. und 2. Peaks in allen Jahren von Hand.
Hier ist das mMn schønste aller Ergebnisse dieser vielen Stunden Datenschau:

17_Zeitpeaks

Sobald ich das Kino als mein ganz persønliches Filmzimmer okkupiert hatte, ging ich ueber viele Jahre am liebsten zu ca. 20:00 Uhr und am zweitliebsten ca. 18:00 Uhr ins Kino. Daran aenderten auch wirklich einschneidende Ereignisse in meinem Leben nichts. Weder das emotional sehr anstrengende Ende meiner ersten Beziehung (2004), noch das Beginn eines „geregelten Arbeitslebens“ nach dem Abschluss meines Studiums (2005), ebensowenig das Hinzukommen des jungen Mannes der bei mir wohnt (2007) und auch nicht der Umzug ins schøne Norwegen (2008).
Im Jahre 2009  hingegen steigt sowohl die Zeit des ersten, als auch des zweiten Peaks signifikant. Im Jahre danach pendeln sich die Zeiten zwar bei den ungefaehr gleichen Zeiten wie vorher wieder ein, aber in „umgekehrter Reihenfolge“; ich waehlte also eher ca. 18:00 Uhr im Kino zu sein. In 2012 dann sackt der 2. Peak sogar auf eine Zeit unter den 1. Peak ab.

Die Daten fuer 2012 und 2013 erklaerte ich weiter oben. Je weniger Naehe ich erlebte umso mehr wollte ich haben. Deswegen wollte (!) ich eher zu Hause sein.

Ca. 2009 erinnere ich mich, dass es haeufig „ziemlich schlechte Luft“ war. Nichts, was ich wahr haben, oder auch nur eingestehen konnte damals. Aber ich erinnere mich, dass ich durch „lange ins Kino gehen“ versuchte den damit verbundenen, unangenehmen Gefuehlen zu entkommen. Mittlerweile weisz ich, dass dies ein mir typisches Fluchtverhalten war/ist.

Dann im Jahr darauf nahmen die oben erwaehnten Aengste zu und der 1. Peak (zur Erinnerung: die „hier geh ich am haeufigsten ins Kino“-Zeit) verschob sich nach unten. Gleichzeitig ist das Fluchtverhalten noch erkennbar. Dann in 2012 die damalige (leichte) Depression, die aber nicht an die Ursache derselben ging, sondern im Wesentlichen nur die (offensichtlichsten) Symptome behandelte. Ich konnte mir das Desaster einfach noch nicht eingestehen.

Der Rest ist bekannt.

Ich fand es ganz erstaunlich, inwiefern sich mein emotionales Wohl- bzw. Unwohlsein derart auf etwas (ins Kino gehen) auwirkt, was die meisten Leute als eher weniger relevant ansehen. Aber mich duenkt, dass bereits in den vorherigen Artikeln dieser kleinen Reihe etabliert wurde, dass Kino fuer mich etwas Besonderes … nein Normales … ach, vermutlich Beides ist.

 

Insgesamt ist dies alles sehr sehr interessant, nicht wahr – was Metadaten doch alles ueber uns verraten. Dabei haben wir alle doch eigentlich ueberhaupt nichts zu verstecken!

Auszer ihn hier, interssierts vielleicht auch die hier:

Waynes Coffee

Oder mglw. auch die hier:

Wayne's Express

Munter weiter fragte ich mich dann inwiefern mein Kinogehverhalten durch die zeitliche Situation gepraegt wurde.

Im folgenden Bild sieht man, wie sich meine Kinobesuche auf die Monate verteilen.

Abgesehen von zwei Peaks sind meine Kinobesuche erstaunlich gleichmaeszig ueber das Jahr verteilt.

Der Peak im April ist wiederum durch Kosmorama zu erklaeren. Ziehe ich von dem Wert die ca. 50 Kosmoramafilme der letzten zwei Jahre ab, dann lande ich beim Durchschnittswert. Die leichte Erhøhung im Mai ist ebenso durch Kosmorama zu erklaeren. War doch in diesem Jahr das Festival teilweise im Mai.

Bleiben der Maerz- und der August-Peak.

August ist „leicht“ zu erklaeren durch „Sommerblockbuster“ und „Zeit haben“. Im Maerz duerfte vor allem Letzteres der Fall gewesen sein. Ist dies doch der Monat im Studium gewesen, wo alle Pruefungen ueberstanden waren, das neue Semester aber noch nicht angefangen hat.

Nun interessierte es mich, inwiefern sich das bemerkbar macht, wenn man die Anzahl der Kinobesuche pro Monat normiert auf die Gesamtzahl der Kinobesuche des jeweiligen Jahres. Dies deswegen, weil statistisch signifikante Unterschiede dadurch u.U. leichter erkennbar sind. Hier ist das Ergebnis:

11_Monate_normiert

Wie man sieht, sieht man nix! Die Majoritaet der Daten befindet sich in einem Band zwischen ca. 0,04 und  0,12. Das bedeutet im Wesentlichen das oben bereits Gesagte: Ich gehe ungefaehr jeden Monat gleich oft ins Kino. Heraus sticht der April (blaue Kurve) in den letzten zwei Jahren (und der Mai (gruene Kurve) in 2014) – Kosmorama.
Witzig ist der Peak im Februar 2008. Das konnte ich mir beim besten Willen zunaechst nicht erklaeren. Dann erinnerte ich mich aber an eine Tagung in Berlin. Und da hatte ich auch Zeit ein paar Mal mehr ins Kino zu gehen als durchschnittlich in dem Jahr. Ein „klassischer Ausreiszer“ also.

Es verwunderte mich zunaechst, dass sich die Maerz- und August-Peaks nicht so eindeutig bemerkbar machen. Das haette ich anders erwartet. Wenn man sich aber die Daten des ersten Bildes nochmal anschaut, so sieht man, dass es nur ca. 20 Kinobesuche mehr in diesen beiden Monaten sind. 20 Kinobesuche ueber 16 Jahre; das ist ca. ein Kinobesuch mehr pro Jahr fuer diese beiden Monate.
Ist das relevant? Gute Frage, in der Summe schon, das sieht man ja. Im „alltaeglichen Leben“ macht sich das nicht bemerkbar.
Das ist wie bei Statistiken zur Klimasituation. Da sieht auch jeder die eindeutigen Daten, aber ’s kuemmert keinen so richtig, denn „2 Grad mehr“ ist doch nun wahrlich nichts, was mich negativ beeinflusst, nicht wahr.
Statistik ist schon was Feines.

Nun zu den Tagen.

So verteilten sich meine Kinobesuche auf die einzelnen Wochentage:

12_Tage

Abgesehen von Dienstag und Mittwoch sind meine Kinobesuche wiederum ziemlich gleich verteilt auf die einzelnen Wochentage. Schauen wir mal gleich auf die normierten Daten.

Auch hier befindet sich die Mehrzahl der Datenpunkte in einem relativ engen Band zwischen ca. 0,04 und  0,16. Was das bedeutet schrieb ich bereits oben.
Eindeutig heraus hebt sich der Dienstag (rote Kurve) zwischen den Jahren 2001 bis 2004. Dies lag daran, dass Dienstag „Kinotag“ im Cinemaxx war und jeder Film einen Euro (glaub ich) billiger war. Wenn ich mich richtig erinnere, so verschob sich dieser Tag dann auf den Mittwoch (blaue Kurve). Das passte mir irgendwie gar nicht so richtig in den Kram damals. Und so wie die Kinobesuche am Mittwoch zunehmen, so nehmen sie an den Dienstagen ab.

Mittwoch als beliebtester Tag haelt sich dann ziemlich gut ueber dem Durchschnitt. Dass dies in Trondheim so blieb lag daran, dass Mittwochs haeufig die Filmklubbfilme liefen.

Interessant ist die „Sonntagserhøhung“ (gruene Kurve) in den Jahren 2006 – 2008. Aus den kumulativen Daten haette man zunaechst das Gleiche schlieszen kønnen was ich bzgl. Maerz und August in der Diskussion der vorhergehenden Ergebnisse sagte. Hier sieht man aber, dass in diesen drei Jahren die „kleine (kumulative) Haeufung“ sehr wohl einen Effekt auf das taegliche Leben hatte. Ging ich doch mit einer doppelt bis dreifach høheren Wahrscheinlichkeit an einem Sonntag ins Kino anstatt an einem Wochentag (ausgenommen Mittwoch).

Witzig finde ich den Verlauf „Sonnabendkurve“ (lila). Scheinbar (!) folgt diese in den Jahren 1999 – 2007 einem gewissen mathematisch exakt angebbaren Zusammenhang. Dem war natuerlich nicht so. Purer Zufall. So wie wenn man eine eingebildete antropomorphe Entitaet um genug Essen auf’m Tisch bittet und es Duenger vom Himmel regnet. Da war es auch pure Zufall, dass ’n Wirbelsturm kurz vorher durch die entpsrechende Lagerhalle fegte.

Eine Grafik habe ich noch und dann ist Schluss fuer heute.

„Normale Leute“ (wer immer das auch sein mag) gehen meist Freitag oder Sonnabend ins Kino. Weil ’s wissen schon … naja … eigtl. nicht … warum eigentlich? Mir faellt beim besten Willen kein Grund ein, warum ich diese zwei Tage bevorzugen sollte um ins Kino zu gehen. Hingegen faellt mir ein gewichtiger Grund ein NICHT an diesen zwei Tagen ins Kino zu gehen: Horden von anderen Menschen … da kønnt ick ja jleich uff’n Rummel jehn, wenn mir daran was liegen wuerde.

Also schaute ich mir mal an inwiefern „das Wochenende“ (Freitag und Sonnabend) bei mir gegen die anderen Tage abschneidet.
Nun kann ich da natuerlich nicht nur den simplen Quotienten aus der Summe der Kinobesuche an den entsprechenden Tagen bilden. Bei einer einfachen Summe ueber 5 Tage zu einer einfachen Summe ueber 2 Tage ist ja recht klar, dass „das Wochenende“ nicht vernuenftig repraesentiert wird. Auch wenn ich mir damit die Taschen selber vollhauen kønnte, wie man so schøn sagt, da wo ich urspruenglich herkomme.
Die entsprechenden Summen muessen natuerlich noch durch die Anzahl der Tage ueber die summiert wurde geteilt werden, bevor das Verhaeltnis gebildet wird. Das nennt man auch „Wichtung“ .oO(duenkt mich).
Hier ist das Ergebnis:

Bei einem Verhaeltnis von eins (blaue Linie) waere ich genausooft am Wochenende wie in der Woche im Kino zu finden. Ist das Verhaeltnis kleiner, war ich øfter am Wochenende als an den anderen Tagen im Kino. Das kam tatsaechlich fuenf mal vor. (Zunaechst) Erstaunlicherweise auch in einem Jahr, in dem ich sehr haeufig (91 mal) im Kino war – 2013. Wenn man mal drueber nachdenkt, dann ist das gar nicht so erstaunlich, denn ich bin natuerlich mittlerweile gehaeuft mit dem jungen Mann der bei mir wohnt im Kino. Und da muss dann (noch) das Wochenende fuer herhalten.

Im Allgemeinen wuerde ich sagen, dass ich bisher tatsaechlich die Wochenenden eher vermieden habe um ins Kino zu gehen. Sehr auffaellig ist dies  im Jahre 2007 gewesen. Zum Glueck war ich da ein Mal an einem Freitag im Kino. Waere dem nicht so gewesen, so waere das Universum explodiert … tihihi.

Natuerlich schreibe ich mir auf jede Karte rauf, mit wem ich im Kino war.

Bis zu dieser detaillierten Auswertung dachte (und sagte) ich immer: „allermeistens gehe ich allein ins Kino“.

Aber schaut selbst:

08_Leute

Diese Grafik ist in ihrer Gesamtheit bereits aus dem ersten Beitrag dieser Reihe bekannt. Man sieht, dass ich doch ziemlich oft mit anderen Leuten ins Kino gegangen bin. Und das war eine grosze Ueberraschung fuer mich.

Insgesamt folgten mir 384 mal andere Leute ins Kino und 474 mal hatte ich meine Ruhe. Und ja, „folgten mir“ ist der richtige Ausdruck, denn ich ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand fragte, ob ich ins Kino mitkommen mag.

Manchmal folgten mir mehr als eine Person ins Kino. Diese sind in den Zahlen oben natuerlich nicht enthalten. Insgesamt waren wegen mir 483 Personen im Kino, die ohne mich in vielen Faellen NICHT ins Kino gegangen waeren.

Dies entspricht ueber 3.000 Euro, die Kinos wegen mir extra verdient haben. Da die Begleiter oft nicht in den Genuss der Rabatte kamen, kann ich die genaue Zahl nicht beziffern.

Das obere Bild sieht fein aus. Eine detaillierte Auswertung der „Mit Leuten / Ohne Leute“-Gegebenheiten muesst ihr, meinen lieben Leserinnen und Leser, nicht selber vornehmen. Im folgenden Bild seht ihr dieses Verhaeltnis fuer jedes Jahr.

09_Leute_Verhaeltnis

Bei Werten ueber eins war ich øfter mit als ohne andere Leuten im Kino. Das war in immerhin 6 Jahren der Fall. In 6 weiteren Jahren (darunter das legendaere „2005-war-ich-100-mal-im-Kino“) ist das Verhaeltnis nahe genug der eins, sodass dies als wesentliches Element meines sozialen Umgangs angesehen werden kann. Ganz erstaunlich, nicht wahr.

Da kønnten meine unbedarften Leser oder Leserinnen ja jetzt denken: „Oh wow, der kennt 483 Leute“. Dem mag zwar so sein, aber es gab und gibt natuerlich einige ganz wenige Leute, mit denen ich bevorzugt ins Kino gehe. Dies kann man an dieser schønen Grafik ablesen:

09_Leute_Wer

Mit der Person auf dem ersten Platz war ich nicht mehr im Kino seitdem ich im schønen Norwegen wohne. Die Majoritaet dieser gar nicht so kleinen Anzahl an gemeinsamen Kinobesuchen fand von 2002 bis 2005 statt. Jaja … das suesze Studentenleben.

Ein (durchaus etwas trauriges) Kuriosum ist, dass die 2. Ex genau (nur) doppelt so oft mit mir im Kino war, wie die 1. Ex. Hatte Letztere doch nur ein Drittel der Zeit wie Erstere.

Wieauchimmer, die Newcomer(in) – die Klammern deswegen, weil ich mir nicht sicher bin, ob es von diesem Wort wirklich eine weibliche Form gibt, holt schnell auf und wird mglw. in gar nicht all zu langer Zeit den ersten Platz erklimmen :)

Es freut mich besonders, dass ich mit dem jungen Mann der bei mir wohnt bereits 40 Mal im Kino war. Geh ich doch mit ihm dorthin, seitdem er zwei Jahre alt ist :)

Ueberraschend war fuer mich, dass ich mit dem kleinen Mann doch noch gar nicht so oft im Kino war wie ich dachte. Es ist natuerlich immer noch ziemlich oft, insbesondere wenn man bedenkt, wie selten wir uns sehen. Dies liegt sicherlich daran, dass gemeinsame Kinobesuche waehrend Besuchen eine schøne Tradition geworden sind (so denn ein Film kommt, den noch keiner von uns gesehen hat bzw. falls dies nicht der Fall ist, den ein zweites Mal schauen sich lohnt).

Ebenso ueberraschend war fuer mich, dass ich mit einem gewissen Filmbanausen dann doch 3 Filme im Kino sah.

M.B. und M.C. sind Bekannte hier in Trondheim, die diesen Weblog nicht lesen.

Die Berliner Liaison weisz sicher, dass sie gemeint ist und ich freue mich sehr, dass ich doch schon 11 mal mit ihm im Kino war, wo wir uns doch so selten sehen.

Unter „alte Bekannte“ sind all die Leute zusammengefasst, die keine Rolle mehr in meinem Leben spielen. In der Vergangenheit hatte ich aber regelmaeszigen Umgang mit diesen. Deswegen diese eigene Kategorie. Aufnahme hierin erfolgte, wenn ich mehr als 5 mal mit diesen alten Bekannten im Kino war,

Und der Hollaender. Mit dem sah ich alte sozialistische Science Fiction Filme in einem Schiffscontainer. Toll wa, was man doch alles erlebt, wenn man sich fuer Filme interessiert. Es freut mich ebenso sehr, dass diese Bekanntschaft ueber die Jahre nicht verloren ging :) .

Letztlich sind unter „Diverse“ die (nicht sehr viele) alten Bekannten zusammengefasst, mit denen ich seltener als 5 Mal im Kino war. Und eine lange Reihe an Bekanntschaften und Leuten, die andere Leute mitgebracht haben, mit denen ich meist nur ein, sehr selten zwei Mal im Kino war. Zwei Freunde, mit denen ich aber bisher nur ein Mal im Kino war, sind auch darin enthalten.

Soweit dazu. Wie man sieht, bedeutet „ich geh meist allein ins Kino“ keineswegs, dass man ein Einsiedler ist. Wie geschrieben, ueberraschte mich dies doch ein wenig.

Heute møchte ich euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, gerne ein paar Statistiken meines Gebrauchs von Kinos naeher bringen.

Zunaechst war ich interessiert daran, wie oft ich in welchem Kino war. Diese wunderschøne Grafik verdeutlicht den Sachverhalt:

05_Kinoverteilung

Trotzdem ich nun schon eine Weile hier wohne, war ich bisher immer noch am meisten im Magdeburger Cinemaxx. Aber die Trondheimer Kinos holen auf. Dass ich mehr im „Nova“ als im „Prinsen“ war liegt vermutlich an Kosmorama. Die Festivalsfilme spielen naemlich ausschlieszlich dort.

Dass Berliner Kinos mit 56 Besuchen an dritter Stelle stehen, wundert mich nicht. War und bin ich doch relativ haeufig dort.

Unter „Diverse“ fasse ich alle andere besuchten Kinos zusammen. Bspw. wenn ich auf einer Tagung bin, mal ein Studiokino besuche, das Kino von gaaaaanz frueher in der Kreisstadt aus der Gegend aus der ich komme etc.

Interessant daran ist, dass ich 17 Kinos auszerhalb der „gewohnten Umgebung“ besuchte. Das Kreisstadtkino bspw. zaehlt da nicht mit dazu, aber das Kino in Tempe, Arizona sehr wohl. Bin ich naemlich irgendwo und habe etwas Zeit, so geschieht’s ziemlich haeufig, dass ich bewusst nach einem Kino Ausschau halte. Ist ja auch kulturell wertvoll. Man kommt meistens in die Innenstadt, hat Umgang mit der lokalen Bevølkerung (a.k.a. man mischt sich unter’s Volk), erlebt mitunter die øffentlichen Verkehrsmittel der besuchten Stadt usw.

Desweiteren interessierte mich, wie oft ich in welchem Kinosaal Filme sah. Das ist natuerlich nur sinnvoll fuer Kinos die ich haeufig besuche. Diese Daten sind hier zu sehen:

06_Saalstatistik

Zunaechst sieht man wieder, dass ich sehr oft in Magdeburg ins Kino ging. Von Saal 1 und Saal 7 abgesehen sind meine Besuche in den anderen Saelen ueberraschend gleichverteilt. Ich haette gedacht, dass ich in den kleinen Kinos da rechts an der Seite wesentlich seltener war als in den anderen Saelen. So kann man sich taeuschen. Saal 1 + 7 sind im uebrigen die groszen Saele im Cinemaxx MD und ich legte damals immer groszen Wert darauf, Filme dort zu sehen.

Auch im Nova ist Saal 1 der grosze Saal. Hier ist’s aber eher zufaellig, dass ich dort relativ gesehen am meisten war. Irgendwann wurde es mir ziemlich egal, ob ich einen Film im grøszten Saal sehe oder nicht, solange ich einen Film im Kino schauen konnte.
Bei den Nova-Daten sind keine Auffaelligkeiten, andererseits aber auch keine Gleichverteilung zu erkennen. Rauschen, sozusagen.

Die Prinsen-Daten sind kurios … es sieht aus, als ob die Saele von rechts und links auf Saal Nummer 5 zustrebend populaerer werden … tihihi.
Nur Saal 4 schlaegt aus. Dabei handelt es sich um den sogenannten „Kongesaal“ – den „Kønigssaal“. Jaja … die Sitze sind dort grøszer, man bekommt kostenlos Kaffee (oder Tee, oder Kakao etc.), man hat mehr Platz und ist ungestørter. Aber das kostet dafuer auch ca. 50% mehr Geld. Auszerdem sitzt man so fuerchterlich weit vorne, selbst wenn man in der letzten Reihe sitzt. In Kurz: ich vermeide dieses Kino wann immer møglich und gehe dort nur hin, wenn ich keine andere Alternative habe.

So weit, so gut. Was kønnte man denn jetzt noch Schønes sich anschauen?
Nach der Verteilung der Kinos und der Unterverteilung der Saele in den Kinos, interessierte mich, wie die Sitzplatzverteilung innerhalb der einzelnen Saele aussah. Insbesondere Saal 7 im Cinemaxx scheint dafuer praedestiniert zu sein. Daran kønntet ihr, meine lieben Leser und Leserinnen, euch orientieren, wenn es gilt, wo man am besten sitzen sollte, wenn man denn mal in dieses Kino geht.

Hier kommt dummerweise ins Spiel, dass ich im Cinemaxx zwar oft war, aber beinahe nur Parkett bezahlte (auch wenn ich dann trotzdem in der Loge sasz). Meine Sitzplatzdaten fuer Saal 7 des Cinemaxx sind also leider nicht aussagekraeftig genug.

Da ich die Idee aber so gut finde (die Daten aber noch (!) nicht dafuer ausreichen) zeige ich an dieser Stelle nur ein Beispiel, um zu illustrieren, was ich Tolles meine. Heir ist sie, die bisherige Sitzplatznutzung im Saal 5 des Prinsen-Kinos:

07_Platzstatistik

Schick, nicht wahr.

Damit soll es denn genug fuer dieses Mal sein. Mehr spannende Grafiken gibt es dann beim naechsten Mal.

Sprecht das mal aus „Kremfresh“. Das hørt sich doch so an, wie dieses Milchprodukt zum verfeinern der Speisen. Ist es aber nicht. Ist was zum ins Gesicht schmieren:

Kremfresh

Ist zwar irgendwie lustig, aber wenn man mal ueber die weiteren Implikationen derartiger Produkte drueber nachdenkt, dann nicht mehr. Deswegen lasse ich das an dieser Stelle. Ich wuerde mich ja ohnehin nur wiederholen.

Ich wollte bereits seit laengerer Zeit mal wieder meine Kinostatistik auf den neuesten Stand bringen. Einige meiner Leser (mich duenkt, keine der potentiellen Leserinnen) møgen sich noch an meinen Beitrag vor vielen Jahren auf der Webplattform (mich duenkt das nennt man so) webuni.de errinern. Wer das nachlesen mag, kann dies hier tun.

Aber nun geht es  los mit dem ersten Teil in dieser neuen Miniserie.

Die Rohdaten sehen bspw. so aus:

Rohdaten

Ok ok, ich gebe es zu. Dies ist ein ganz besonderes Exemplar. Zum ersten ist der Teil noch dran, der ueblicherweise abgerissen werden soll. Da freu ich mich dann immer besonders. Dann fehlt die Information ueber Reihe und Sitz. Dies liegt daran, weil es ein Kosmoramafilm war und dort freie Platzwahl ist. Extra besonders ist es dadurch, weil ich bei Kosmorama eigtl. immer einen Spezialpass habe und der auf der Karte angegebene Kaufpreis dann null ist. hier ist er ungleich null, weil ich mir diese Karte extra dazukaufte.
Wieauchimmer, Kleinigkeiten, an denen sich der Begeisterte erfreut.

In eine grosze digitale Tabelle pflegte ich dann folgende Informationen (so weit vorhanden) ein:
– Filmtitel,
– Preis,
– Datum und Startzeit,
– welches Kino, Saal und Sitz und
– mit wem ich diesen Film sah. Hier erlebte ich uebrigens eine grosze Ueberraschung, dazu aber spaeter mehr

Aus dieser Datenwuestenei extrahierte ich dann so schøne Grafike wie bspw. diese hier – die Anzahl der Kinobesuche pro Jahr:

01_kinobesuche pro Jahr

Der beruehmte „2005-war-ich-100-mal-im-Kino“-Peak, auf den ich oft und stolz verweise, ist klar zu erkennen. In den zwei Jahren darauf gab es dann einen starken Rueckgang der Kinobesuche. Der ursaechliche Hauptgrund wird sicherlich gewesen sein, dass pløtzlich ein junger Mann auf der Welt war und der Umzug ins schøne Norwegen. Spaeter kam dann hinzu, dass ich auch einfach nicht mehr jeden Film schauen wollte.
Dennoch war ich in dieser Zeit und in den darauffolgenden 5 Jahren im Schnitt drei mal pro Monat im Kino.
Ein wesentlicher Grund fuer den starken und pløtzlichen Anstieg im Jahre 2013 ist Kosmorama. Der Einfluss dieses Festivals wird aber in einem Beitrag gesondert evaluiert.

Fuer diese Grafik und alle weiteren gilt, dass die Daten fuer 2014 nur aktualisiert wurden bis zum 15. September (ungefaehr der Zeitpunkt an dem ich all dies schreibe).

Nun ist natuerlich die naechste Frage, wieviel Geld ich so fuer die Tickets ausgegeben habe. Dies kann an dieser schønen Visualisierung der entsprechenden Daten gesehen werden:

02_Summe kinotickets

Insgesamt habe ich fuer meine Tickets bis September 2014 ca. 5400 Euro ausgegeben. Diese Zahl enthaelt viele Rabatte und der Normalpreis waere sicherlich deutlich høher gewesen. Andererseits geht man mglw. nicht so oft ins Kino, wenn man immer nur den Normalpreis bezahlt. Bzw. umgekehrt funktioniert das Argument, wer so oft ins Kino geht, versucht alles, um nicht den Normalpreis bezahlen zu muessen.

Hat sich das gelohnt? Auf jeden Fall!
Das sind ca. 3,50 € pro Stunde Unterhaltung. Mich duenkt klettern oder bouldern gehen ist ungefaehr gleich teuer.
Ich bezweifle, dass „In Urlaub fahren“ so einen guten Durchschnittspreis hat.

Interessant ist, dass bei vergleichbarer Anzahl Kinobesuchen in den Jahren 2005 und 2013 die Gesamtsumme fuer alle Tickets sich mehr als verdoppelt hat.
Dies liegt natuerlich daran, dass ich in 2005 vor allem in Dtschl. und 2013 hauptsaechlich in Norwegen im Kino war.
Die prinzipielle Gestalt der Daten aehnelt aber natuerlich der vorherigen. Handelt es sich doch um korrelierte Summen in beiden Faellen.

Den durchschnittlichen Preis pro Kinokarte pro Jahr, kann man an dieser schønen Torte ablesen:

03_Torte

LMAO … gnihihi … SCNR … … … *feiert immer noch*

Ok Ok, bevor es wieder zu langen Diskussionen kommt hier nochmal in Ordentlich:

04_Ticket Durchschnittspreis

Die Jahre vor 2000 sind nur der Vollstaendigkeit halber aufgenommen, haben aber aufgrund der schlechten Statistik hier und im Weiteren keine Bedeutung. Man sieht, wie die Cinemaxx AG versuchte durch zahlreiche (und signifikante) Rabattaktionen ab ca. dem Jahre 2001 Kunden an sich zu binden. Fuer mich relevant waren die Rabattkarte, wodurch die Tickets immer einen Festbetrag billiger waren (glaube ich), und die „Stempelkarten“. Dadurch konnte man jeden 8. Film umsonst schauen. Oder war es jeder 7. Film? Oder jeder 10.? Jedenfalls Eindeutig NICHT geschaffen fuer „Vielgeher“ wie mich.
Dadurch blieb der durchschnittliche Ticketpreis fuer mich relativ stabil ueber einige Jahre.

Dann im Jahre 2008 der (hier noch nicht vollstaendige) Anstieg auf das neue, norwegische Preisniveau. Der lineare Anstieg desselben kann ab dem Jahre 2009 angenaehert werden mittels der Funktion:

Ø-Preis pro Karte = 0,188*Jahr – 368

Das bedeutet, dass man im Jahre 1957 in Trondheim umsonst ins Kino gehen konnte und in den Jahren davor dafuer bezahlt wurde, wenn man sich Filme im Kino ansah. Toll wa!

Im Jahre 2013 gibt es einen relativ abrupten Rueckgang des Kartenpreises. Dies ist wiederum Kosmorama geschuldet. Dadurch dass ich da eine Woche lang alle Filme vor 16 Uhr fuer insgesamt weniger als 40 Euro schauen kann, und ich statistisch signifikant viele Filme in dieser Woche vor 16 Uhr schaue, schlaegt sich dies so sichtbar nieder.

Aber genug fuer heute. Mehr dann beim naechsten Mal.

Wie meine Leserinnen und Leser laengst wissen, ist in diesem wunderschønen Lande hier im Allgemeinen ja alles besser.

Im Speziellen sieht das natuerlich auch mal anders aus. Auch hier gibt es wohl vergammelnde Schulen.

Aber ich møchte gern auf das „im Allgemeinen Bessere“ zurueck  kommen.

Das erkennt man bspw. an einem Titelblatt einer der hiesigen ueberregionalen Boulevardzeitungen:

forskjeller i skole Norge

grobe Uebersetzung: „Enorme Unterschiede in Schul-Norwegen“

Und warum ist das Jammern auf hohem Niveau? Weil sich drueber aufgeregt wird, dass sich hier einige Schueler ihre Bleistifte selbst kaufen muessen, waehrend andere eigene PCs und gratis Schulessen bekommen.

Wenn das die „enormen Unterschiede“ sind, dann bin ich da ehrlich gesagt eher beruhigt.

Bruce Schneier schrieb einen Essay mit dem Titel „You Have No Control Over Security on the Feudal Internet„.

„Feudales Internet“ deswegen, weil wir unsere Daten Leuten anvertrauen, die wir in keiner Weise kontrollieren kønnen. Anders als die Institutionen in einer Demokratie. Der „liebe Kønig“ wird schon keinen Unfug damit anstellen.

Etwas weiter ausgreifend schrieb ich dazu ja auch schonmal was.
Aber darum geht es nicht. Heute geht es um einen ganz konkreten Tip:

So how do we survive? […]
[…] don’t be extreme in any way: politically, socially, culturally. […] it’s usually those on the edges that are affected.

Na man gut, dass ich mich da dran halte. Ich hab ja schlieszlich auch nichts zu verbergen. Also von gewissen sexuellen Vorlieben abgesehen.

… aber der Hintergrund ist etwas verworren und kompliziert.

In seinem Artikel „Der autistische Messias“ meint Dietmar:

Wenn Evolution Schicksal ist, führt sie unter den gegebenen Vorzeichen zum arbeitsfähigen Autisten. Wenn man sie aber steuern kann, führt sie vielleicht zur Solidarität, das heißt zu einer Welt, in der die Angst nicht deshalb verschwindet, weil ihre biologische Grundlage entfällt, sondern weil wir ihre soziale abgeschafft haben.

In besagtem Artikel geht Dietmar auf ein Buch ein, welches erklaert, warum Menschen die Merkmale des Asperger-Syndroms zeigen  die „moderneren“ Menschen sind, in unserer Zeit. Unter anderem, weil diese eben ihre Aufgaben so sachgerecht und effiziente verfolgen. In unserer Leistungsgesellschaft ist dies natuerlich als positive Mutation anzusehen.

Auch wenn ich kein Freund von Verschwørungstheorien bin (die sind meist viel zu kompliziert um funktionieren zu kønnen), wird durchaus plausibel dargelegt, warum dies mglw. auch eine gesteuerte Entwicklung sein kønnte, weil Kapitalisten ja „effiziente Menschen“ wollen.
Lest euch den Artikel aber selber durch, wenn ihr das durchschauen wollt.

Wieauchimmer, wenn man Evolution aber steuern kann, MUSS man ja nicht dem „Pfade der Natur folgen“. Man kønnte den Menschen ganz allgemein auch empathischer, eben sozialer, machen, anstatt egoistischer.
UIUIUI … ein gewagter Gedanke. Aber ein interessanter, der prinzipiell davon ausgeht, dass Menschen Gutes tun kønnen und wollen.

Uh Oh, Uh Oh … der Abgrund einer Moraldisukussion tut sich hier auf. Das wuerge ich mal ab Besten gleich ab.